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Im Jahr 1703 wurde die Empore an der Westseite der Kirche eingezogen und mit 11 Bildern auf 10 Feldern geschmückt. Die Bildfelder sind mit den Namen ihrer Stifter versehen und zeigen biblische Szenen.
Allen Bilder gemeinsam ist, dass sie Situationen darstellen, in denen Menschen etwas über Gott erkennen.

Möglicherweise sind die Bilder im Zusammenhang mit den Ein- bzw. Ausgängen zu sehen, die sich einmal auf der Nord- und der Südseite unter der Empore befanden (von außen sind die Türen noch sichtbar). Menschen betraten wie der ungläubige Thomas die Kirche durch das Südportal. Sie glauben nur, wenn sie einen sichtbaren Beweis erhalten. Oder es dauert eine lange Zeit, bis ihnen die Augen und das Herz für Jesus Christus aufgehen ganz so wie den Emmaus-Jüngern (2. Tafel Südseite). Während das Südportal für den Kirchngang genutzt wurde, öffnete sich das Nordportal wahrscheinlich bei einer Beerdigung. Begleitet wurden die verstorbenen mit dem der bildlichen Aussage der Emporenbilder: Wie Isaak und Jona werden sie errettet werden.

Di Die Anordnung der Bilder ist allerdings schwierig zu deuten - eine chronologische Folge der dargestellten Szenen ist ausgeschlossen. So zeigen die beiden Bildfelder über dem Mittelgang alttestamentliche Szenen aus dem Leben Jakobs (Jakobs Traum von der Himmelsleiter sowie seinen Kampf mit einem Engel am Fluss Jabbok).

Die übrigen Bilder zeigen folgende Szenen (von Süd nach Nord): Jesus im Arm Simeons, Jesus im Gespräch mit der Samaritanerin am Brunnen, Jakobs Traum von der Himmelsleiter, Jakobs Kampf am Jabbok, der Seewandel Jesu und den sinkenden Petrus, die Taufe Jesu, Jesu Verklärung.